Praktischer Ratgeber
Alles, was ich in 28 Japan-Reisen gelernt habe. Von den Dokumenten zur SIM-Karte, von Buchungen bis zu dem, was dir niemand sagt.
Hake jeden Punkt ab, während du planst — die Auswahl wird gespeichert.
Verbindung in Japan ist unverzichtbar: ohne Internet keine Navigation, keine Zugverbindungen, keine Übersetzung. Ich habe beide Optionen über mehrere Reisen getestet.
eSIM (empfohlen): vor der Abreise bei Airalo oder Nomad kaufen. Sofortige Aktivierung bei der Landung, keine Warteschlangen. Suche „Japan"-Tarife mit 5–15 GB, 2–4 Wochen.
Lokale SIM: an den Flughäfen Narita und Kansai erhältlich (IIJ, IHD, OCN). 15-Tage-Datentarif ~2.500–3.500 Yen. Reisepass nötig.
Pocket WiFi: gut für Gruppen, am Flughafen mietbar. Weniger praktisch als eine eSIM, weil es ein zusätzliches Gerät ist.
Japan bietet jede Art von Unterkunft: günstige Business-Hotels, traditionelle Ryokan, Kapselhotels, Minshuku (japanische B&Bs). Die durchschnittliche Qualität ist auch zu moderaten Preisen sehr hoch.
Wann buchen: idealerweise 3–6 Monate vorher. Während Hanami (Ende März – April) und Momiji (November) ist Kyoto Monate im Voraus ausgebucht.
Das Ryokan: mindestens eine Nacht ist Pflicht. Inklusive Abendessen (Kaiseki) und traditionellem Frühstück. Kostet mehr, ist aber ein Erlebnis, das die Reise allein wert ist.
Die meisten japanischen Tempel und Schreine kann man frei besuchen und zahlt am Eingang ein Ticket (meist 500–1.000 Yen). Einige Attraktionen erfordern jedoch eine Vorabbuchung.
Buchung erforderlich:
Buchung empfohlen (Hochsaison): Fushimi Inari ist kostenlos und immer offen. Kinkaku-ji, Arashiyama und Nijo-jo zahlt man am Eingang ohne Buchung.
Restaurants: für Spitzen-Sushi (Sukiyabashi Jiro, Saito usw.) muss man Monate — manchmal Jahre — im Voraus buchen. Für Ramen, Yakitori und Izakaya in der Regel nicht.
Fahren in Japan ist fantastisch, besonders in ländlichen Gegenden — Hokkaido, die Kii-Halbinsel, die südlichen Inseln. In Städten (Tokio, Osaka, Kyoto) nicht zu empfehlen: Verkehr, sehr teure Parkplätze, alles auf Japanisch.
Nötige Dokumente: nationaler Führerschein + Internationaler Führerschein (IDP) nach dem Genfer Abkommen von 1949. Ausgestellt von deiner Verkehrsbehörde, Kosten ~15–20€.
Linksverkehr. Der Verkehr ist diszipliniert, die Straßen exzellent, GPS-Geräte enthalten immer Japanisch — lade Google Maps offline vor der Abreise.
Der JR Pass ist die Bahnkarte für Touristen, die fast das gesamte JR-Netz abdeckt, inklusive Shinkansen (außer Nozomi und Mizuho). Er kann nur vor der Einreise gekauft werden.
Lohnt sich, wenn: du mindestens Tokio → Kyoto hin und zurück mit dem Shinkansen fährst (schon ~30.000 Yen). Bei längeren Routen (mit Hiroshima, Fukuoka) ist die Ersparnis noch größer.
Kaufe ihn auf JRPass.com, Japan Experience oder bei autorisierten Agenturen. Er kommt als Voucher, den man in Japan einlöst.
Japan ist noch sehr bargeldlastig, besonders in traditionellen Restaurants, Tempeln, Märkten und Nahverkehrszügen. Trage immer Yen in bar bei dir.
Wie abheben: die Automaten von 7-Eleven und Japan Post akzeptieren ausländische Karten überall, rund um die Uhr. Niedrige Gebühren. Meide Wechselstuben am Flughafen.
Karten: Visa und Mastercard funktionieren in größeren Läden, Hotels und Ketten. Amex weniger akzeptiert. Eine PIN wird nicht immer verlangt.
Schuhe aus. In Ryokan, vielen traditionellen Restaurants, Tempeln und Privathäusern lässt man die Schuhe am Eingang. Bring Socken ohne Löcher, die sich leicht ausziehen lassen.
Krankenhäuser. Japan hat ein exzellentes Gesundheitssystem. Brauchst du Behandlung, suche Krankenhäuser mit „International Clinic". Bring deine Gesundheitskarte und denke an eine Reiseversicherung mit Krankenschutz.
Tattoos. Viele öffentliche Onsen (Thermen) lassen keine sichtbaren Tattoos zu. Es gibt private Onsen (Kashi-kiri) oder tolerante Häuser — informiere dich vorab, falls es dir wichtig ist.
Es gibt keine Mülleimer. Japans Straßen sind blitzsauber, aber öffentliche Mülleimer sind sehr selten (nach den Anschlägen von 1995 entfernt). Trage ein Tütchen für Müll und entsorge ihn im Hotel oder Konbini.
Die Konbini. 7-Eleven, Lawson, FamilyMart sind weit mehr als Eckläden. Onigiri, warme Bento, hochwertige Instant-Ramen, Geldautomaten, Drucken, Aufladen von allem. Reinzugehen ist ein Ritual.